Das Archiv der Loge zur Einigkeit

  1. Älteste Akten/Urkunden der Loge; Einzelbeiträge von Brüdern seit 1742
  2. Protokolle von Konferenzen, Beamtenrat und Tempelarbeiten seit 1742
  3. Beilagen zu den Protokollen seit 1745
  4. Akten der „Wohltätigkeitsanstalt zur Einigkeit” WA seit Gründung 1800
  5. Rituale von den Anfängen des 18. Jahrhunderts bis Heute. Von Strikter Observanz, Illuminaten, Rosenkreuzer, Eklektischer Bund und anderen FM-Systeme aus dem In- und Ausland.
  6. Clubgesellschaft und Illuminaten, 18. Jahrhundert
  7. Umfangreiche Unterlagen zur „Strikten Observanz” (äquivalent zur Schwedenkiste) und zur Gründung der Großen Landesloge, Schriftverkehr, Mitgliederlisten, Rituale usw. Unterlagen der Aktivitäten von Landgraf Karl v. Hessen (1744-1836) zu Logengründungen, Rituale, Schriftverkehr usw. 18. und 19. Jhd. Originalunterlagen von Karl Gotthelf, Reichsfreiherr von Hund und Altengrotkau
  8. Sammlung von Rosenkreuzer-Abschriften 18. Jahrhundert
  9. Akten der Kassenführung seit 1742
  10. Sammlung von Logenverzeichnissen: 3.500 Verzeichnisse seit 1740
  11. Eklektischer Bund 1783 bis 1935
  12. Freimaurerische Veröffentlichungen 18./19.20. 21. Jahrhundert
  13. Veröffentlichungen von Hetz- und Verteidigungsschriften 20. Jahrhundert (insbesondere Zeitungsartikel, NSDAP Schulungsschriften gegen Juden und Freimaurer)
  14. Umfangreiche Unterlagen zur Wiedereröffnung der deutschen Freimaurerei nach 1945
  15. Umfangreiche Mitgliederlisten von Logen, zum Teil ab dem 18. Jhd. (vieler deutscher und auch benachbarter Staaten und Länder)

Archiv und Museum der Loge zur Einigkeit genossen seit jeher besondere Förderung und hohes Ansehen. Unermüdlicher Forschergeist von Brüdern wie Georg Burkhard Kloß oder Benjamin Reges hatten bis zur Beschlagnahme des Logenanwesens in der Kaiserstraße durch die Nationalsozialisten eine bedeutende masonische Sammlung wachsen lassen. Nach dem 2. Weltkrieg galten die Akten als verschollen. Als es mit dem Tauwetter zwischen Ost und West Ende der 80er Jahre auch zu einer Öffnung der DDR-Archive kam, war das Staunen nicht gering, als die Kunde einer umfassenden Materialüberlieferung der ehemaligen deutschen Logensammlungen im Geheimen Staatsarchiv der DDR in Merseburg die Runde machte. Zwar hatten die Bestände ihre Odyssee über Berlin, Moskau und schließlich Merseburg nicht unbeschadet überstanden - vor allem das Museums- und Bibliotheksgut ist weiterhin verschollen - doch kann von einer fast lückenlosen Rettung der Schriftakten ausgegangen werden. Mit der deutschen Vereinigung wurden die Rechtsgrundlagen für eine Rückführung des Archivs der Loge zur Einigkeit nach Frankfurt geschaffen. Vor Ort richtete man hierzu die notwendigen konservatorischen Bedingungen ein, um die Rückgabe des Archivgutes an den Main mit gutem Gewissen betreiben zu können. 1995 konnte die Loge zur Einigkeit ihr "Gewissen" in Form von 16 Aktenmetern übernehmen und nach Frankfurt rückführen. Zwei Jahre später kamen dann noch 14 Meter Akten der Frankfurter Großloge des Eklektischen Bundes hinzu. Den Brüdern wie der interessierten Öffentlichkeit wird sich im Frankfurter Logenarchiv, das ausdrücklich als ein "lebendiges Archiv" geführt werden soll, nach Erfassung und Ordnung des Materials in einer neuen Systematik und nach Behebung gravierender Schäden an Einzelakten ein schier unerschöpflicher Fundus für maurerische Forschungen bieten.

Anfragen an das Archiv über E-Mail:
archivar@loge-zur-einigkeit.de
Mittwochs von 11:00 bis 17:00 Uhr unter der Tel.-Archiv-Nr. 069-25 62 65 16

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